Solaroffensive

Solaroffensive für Energiewende und Klimaschutz

Endlich unternimmt das Ländle etwas in Sachen Energiewende. Mit einer Solaroffensive soll der Ausbau von Photovoltaik und Solarthermie wieder in Schwung kommen. Zudem soll mit acht verschiedenen Maßnahmen der Ausbau der Sonnenenergie wiederbelebt werden. Man ist sich einig, dass die Sonne in Baden-Württemberg eine der wichtigsten erneuerbaren Energiequellen darstellt und man alles tun muss, um Solarenergie noch stärker für die Erzeugung von Strom und Wärme zu Nutzen, so Ministerpräsident, Winfried Kretschmann. Zumal die Solaroffensive nicht nur im Interesse der Energiewende und des Klimaschutze ist, sondern insbesondere im Interesse der Menschen in Baden-Württemberg.

Sonnenenergie wiederbeleben durch Solaroffensive

Da der Ausbau von Solarenergie in den letzten Jahren im Ländle immer weiter zurück gegangen ist, war eine Offensive dringend nötig. Die Hauptschuld, am Rückgang, trägt dabei vor allem die bundespolitische Weichenstellung . Die zusätzliche Belastung von Sonnenstrom für den Eigenverbrauch mit der EEG-Umlage. Sowie die zurückgehende EEG-Vergütung und die Begrenzung des Ausbaus der Freiflächenanlagen. Wohingegen die Installationskosten sowie Produktionskosten für den Sonnenstrom immer weiter gesunken sind. Kurzum gesagt der wirtschafltiche Anreiz hat nichts an attraktivität verloren und trotzallem ist der Ausbau zurück gegangen. Umso dringender wurde die Offensive, seitens der Landesregierung, benötigt.

Acht Maßnahmen für die Energiewende und den Klimaschutz

Ganze acht Punkte umfasst die Solaroffensive. Vorgestellt und erklärt wurde diese von Umweltminister Franz Untersteller. Das Ziel aller Maßnahmen ist es, auf breiter Basis zu informieren und zu beraten, sowie  allgemein für die Solarenergie zu werben und Investitionen in neue Anlagen anzureizen. Die drei folgenden Förderprogramme sollen dabei das Kernstück bilden.

  • ,,Regionale Photovoltaiknetzwerke”, ein Förderwettbewerb, wobei es primär um die Information, Beratung und Vernetzung in den 12 Regionen des Landes geht.
  • ,,Netzdienliche PV-Batteriespeicher”, das Förderprogramm, das den kauf eines Solarspeicher bezuschusst. Vorausetzung hierfür ist der Bau einer neuen Photovoltaikanlage. Weitere Infos findest du hier https://www.smundo.me/2018/07/06/foerderung-von-photovoltaik-batteriespeichern/
  • ,,Energieeffiziente Wärmenetze”, weitere Infos unter folgendem Link https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/ueber-700000-euro-fuer-ausbau-von-waermenetzen/
 Baden-Württemberg fordert die Weiterentwicklung des EEG

Die Landesregierung möchte gegenüber der Bundesregierung weiterhin darauf dringen, dass die Weiterentwicklung des EEG´s rasch voran geht. Speziell im Hinblick auf die Ausbaupfade für Solarstrom. Bei den Regelungen zum Eigenverbrauch sowie den komplizierten Regelungen zu Mieterstrom bestehe Änderungsbedarf. Diese und weitere Aktivitäten können Solarenergie im Land Auftrieb verliehen und somit einen wesentlichen Teil zu Energiewende und zum Klimaschutz beitragen.

Solaroffensive
Solaroffensive
Geld Photovoltaik

Förderung von Photovoltaik-Batteriespeichern

Grundsätzliches zum Förderprogramm der L-Bank

In Baden-Württemberg soll der Ausbau von Photovoltaik-Freiflächenanlagen gefördert werden. Hierzu gibt es von der L-Bank eine neue Förderung Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher. Bei Errichtung einer neuen – an das Verteilnetz angeschlossenen – Photovoltaikanlage wird ein Investitionszuschuß gewährt. Hierfür ist nicht die Aufnahme eines Darlehens notwendig (wie beim KfW-Förderprogramm Nr. 275). Die Nachrüstung eines Batteriespeichers bei einer vorhandenen Photovoltaikanlage wird nicht gefördert.

Grundsätzlich zuwendungsberechtigt sind natürliche Personen, rechtsfähige Personengesellschaften, juristische Personen des privaten Rechts und des öffentlichen Rechts (insbesondere Kommunen, Gemeindeverbände, Zweckverbände, sonstige Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts), die mit einer Photovoltaikanlage erzeugten Strom einspeisen (ganz oder teilweise).

Das Programm wird zum 31.12.2019 beendet.

Förderung im Einzelnen

Die Förderung erfolgt pro Batteriespeicher in Euro/Kilowattstunde (kWh) nutzbarer Speicherkapazität. Es werden maximal 30% der Nettoinvestitionskosten des Batteriespeichers angerechnet. Die Errichtung einer Photovoltaikanlage selbst wird nicht berücksichtigt.

Bei einem Batteriespeicher (in Verbindung mit einer neuen PV-Anlage kleiner 30 kWp sieht die Förderung folgendermaßen aus: Im Jahr 2018 gibt es 300 €/kWh, 2019 noch 200 €/kWh. Bei größeren PV-Anlagen wird der Speicher im Jahr 2018 mit 400 €/kWh gefördert, 2019 nur noch mit 300 €/kWh. Zusätzlich wird ein Bonus von 250 € für ein prognosebasiertes Batteriemanagementsystem gewährt.

Anforderungen

Eine Förderung wird nur bewilligt, wenn das Verhältnis Nennleistung zu nutzbarer Speicherkapazität mindestens 1,2 kWp je 1 kWh beträgt. Hierdurch soll eine Überdimensionierung des Batteriespeichers bzw. eine Unterdimensionierung der PV-Anlage vermieden werden. Das Verhältnis muß wissenschaftlich ermittelt werden. Weiterhin gelten die technischen Anforderungen (übernommen von der KfW): Der Wechselrichter benötigt eine offene Schnittstelle zur Fernparametrierung für Wirk- und Blindleistung und Fernsteuerung, ebenso muß das Batteriemanagementsystem über eine offene elektronische Schnittstelle verfügen. Eine Konformitätserklärung zu den Netzanschlußrichtlinien für Batteriespeicher muß eingereicht werden sowie Bestätigung und Nachweis über die ordnungsgemäße und sichere Inbetriebnahme durch eine Fachkraft. Außerdem muß eine sogenannte Zeitwertersatzgarantie für zehn Jahre für den Batteriespeicher nachgewiesen werden.

Die Einspeiseleistungen werden ebenfalls begrenzt: Photovoltaikanlagen kleiner 30 kWp dürfen maximal 50% (angeglichen an die KfW), Anlagen über 30 kWp maximal 60% des erzeugten Stroms abgeben.

In den Anforderungen wird zusätzlich auf den Einbau eines intelligenten Meßsystems (iMSys) verwiesen. Sobald das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf seiner Webseite bekannt gibt, daß mindestens drei voneinander unabhängige Unternehmen intelligente Meßsysteme am Markt anbieten, wird der Einbau von iMSys eine verpflichtende Fördervoraussetzung.

Antragstellung

Der Antrag samt den erforderlichen Anlagen muß schriftlich bei der L-Bank oder elektronisch unter pv-speicher@l-bank.de eingereicht werden. Weitere Einzelheiten bietet der Informationsflyer der L-Bank oder die Webseite der L-Bank.

Nach Bewilligung ist das Projekt innerhalb von neun Monaten umzusetzen. Die Auszahlung erfolgt nach Vorlage und Prüfung des Verwendungsnachweises.

Das Förderprogramm der L-Bank kann auch mit der KfW-Förderung “Erneuerbare Energien – Speicher” kombiniert werden.

Speichermonitoring

Das Förderprogramm der L-Bank wird von einem wissenschaftlichen Monitoringprogramm der RWTH Aachen begleitet. Als Antragsteller verpflichtet man sich zur Registrierung und muß diese bei Einreichung des Verwendungsnachweises nachweisen.