Geld Photovoltaik

Förderung von Photovoltaik-Batteriespeichern

Grundsätzliches zum Förderprogramm der L-Bank

In Baden-Württemberg soll der Ausbau von Photovoltaik-Freiflächenanlagen gefördert werden. Hierzu gibt es von der L-Bank eine neue Förderung Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher. Bei Errichtung einer neuen – an das Verteilnetz angeschlossenen – Photovoltaikanlage wird ein Investitionszuschuß gewährt. Hierfür ist nicht die Aufnahme eines Darlehens notwendig (wie beim KfW-Förderprogramm Nr. 275). Die Nachrüstung eines Batteriespeichers bei einer vorhandenen Photovoltaikanlage wird nicht gefördert.

Grundsätzlich zuwendungsberechtigt sind natürliche Personen, rechtsfähige Personengesellschaften, juristische Personen des privaten Rechts und des öffentlichen Rechts (insbesondere Kommunen, Gemeindeverbände, Zweckverbände, sonstige Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts), die mit einer Photovoltaikanlage erzeugten Strom einspeisen (ganz oder teilweise).

Das Programm wird zum 31.12.2019 beendet.

Förderung im Einzelnen

Die Förderung erfolgt pro Batteriespeicher in Euro/Kilowattstunde (kWh) nutzbarer Speicherkapazität. Es werden maximal 30% der Nettoinvestitionskosten des Batteriespeichers angerechnet. Die Errichtung einer Photovoltaikanlage selbst wird nicht berücksichtigt.

Bei einem Batteriespeicher (in Verbindung mit einer neuen PV-Anlage kleiner 30 kWp sieht die Förderung folgendermaßen aus: Im Jahr 2018 gibt es 300 €/kWh, 2019 noch 200 €/kWh. Bei größeren PV-Anlagen wird der Speicher im Jahr 2018 mit 400 €/kWh gefördert, 2019 nur noch mit 300 €/kWh. Zusätzlich wird ein Bonus von 250 € für ein prognosebasiertes Batteriemanagementsystem gewährt.

Anforderungen

Eine Förderung wird nur bewilligt, wenn das Verhältnis Nennleistung zu nutzbarer Speicherkapazität mindestens 1,2 kWp je 1 kWh beträgt. Hierdurch soll eine Überdimensionierung des Batteriespeichers bzw. eine Unterdimensionierung der PV-Anlage vermieden werden. Das Verhältnis muß wissenschaftlich ermittelt werden. Weiterhin gelten die technischen Anforderungen (übernommen von der KfW): Der Wechselrichter benötigt eine offene Schnittstelle zur Fernparametrierung für Wirk- und Blindleistung und Fernsteuerung, ebenso muß das Batteriemanagementsystem über eine offene elektronische Schnittstelle verfügen. Eine Konformitätserklärung zu den Netzanschlußrichtlinien für Batteriespeicher muß eingereicht werden sowie Bestätigung und Nachweis über die ordnungsgemäße und sichere Inbetriebnahme durch eine Fachkraft. Außerdem muß eine sogenannte Zeitwertersatzgarantie für zehn Jahre für den Batteriespeicher nachgewiesen werden.

Die Einspeiseleistungen werden ebenfalls begrenzt: Photovoltaikanlagen kleiner 30 kWp dürfen maximal 50% (angeglichen an die KfW), Anlagen über 30 kWp maximal 60% des erzeugten Stroms abgeben.

In den Anforderungen wird zusätzlich auf den Einbau eines intelligenten Meßsystems (iMSys) verwiesen. Sobald das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf seiner Webseite bekannt gibt, daß mindestens drei voneinander unabhängige Unternehmen intelligente Meßsysteme am Markt anbieten, wird der Einbau von iMSys eine verpflichtende Fördervoraussetzung.

Antragstellung

Der Antrag samt den erforderlichen Anlagen muß schriftlich bei der L-Bank oder elektronisch unter pv-speicher@l-bank.de eingereicht werden. Weitere Einzelheiten bietet der Informationsflyer der L-Bank oder die Webseite der L-Bank.

Nach Bewilligung ist das Projekt innerhalb von neun Monaten umzusetzen. Die Auszahlung erfolgt nach Vorlage und Prüfung des Verwendungsnachweises.

Das Förderprogramm der L-Bank kann auch mit der KfW-Förderung „Erneuerbare Energien – Speicher“ kombiniert werden.

Speichermonitoring

Das Förderprogramm der L-Bank wird von einem wissenschaftlichen Monitoringprogramm der RWTH Aachen begleitet. Als Antragsteller verpflichtet man sich zur Registrierung und muß diese bei Einreichung des Verwendungsnachweises nachweisen.

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